Digitale Transformation und Höhere Berufsbildung  

06 Dez 2021 | Digitalisierung, Höhere Berufsbildung

Die Digitalisierung verändert unser Leben grundlegend. So prägen digitale Technologien nicht nur massgeblich die Art und Weise, wie wir kommunizieren und mediale Inhalte konsumieren, sondern auch, wie wir unserer täglichen Arbeit nachkommen. Gerade letzterer Aspekt ist wegweisend: Die zunehmende Automatisierung von Prozessen, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und Produkte sowie die Nutzung von Machine Learning und Künstlicher Intelligenz verändern ganze Branchen. Und aktuell schickt sich die Digitalisierung an, mit Kryptowährungen auch das Finanzwesen für immer umzugestalten.  

Natürlich kann und will sich die Schweiz den tiefgreifenden Veränderungen dieser Entwicklung nicht verschliessen. Darum hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung die Digitalisierung zum «Megatrend» erklärt und die Initiative Berufsbildung2030 ins Leben gerufen. Diese soll als strategischer Rahmen dienen und sicherstellen, dass die Berufsbildung kommende Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt vorzeitig antizipiert – und die Berufsbildung damit «fit für die Zukunft» macht.  

Auf den Wandel folgt – der Wandel

Das ist keine kleine Aufgabe, schliesslich stellt die Höhere Berufsbildung, gemeinsam mit dem dualen Bildungsweg sowie der Hochschullandschaft, einen wesentlichen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz dar. Und eine leichte Aufgabe ist es auch nicht, da sich die Berufsbildung unter anderem durch ihren enorm hohen Praxisbezug auszeichnet. Doch da die Digitalisierung berufliche Anforderungen verändert, neue Berufsbilder schafft und gleichzeitig zum Verschwinden althergebrachter Professionen und Branchen führt, muss sich auch die Berufsbildung auf einen stetigen Wandel einstellen. Vereinfacht gesagt: Wenn sich die Arbeitswelt in ihren Grundzügen verändert, muss dies auch die Höhere Berufsbildung tun. In beiden Sphären eröffnet diese Entwicklung Chancen, führt aber auch zu Herausforderungen.  

Natürlich ist nicht jede Berufsgruppe gleichermassen von der Digitalisierung betroffen. Dennoch wird sich gemäss Fachleuten von PwC die Art und Ausprägung der Arbeitsplätze drastisch verändern. Anhand zweier Beispiele von Berufsprüfungen aus dem Angebot von eFachausweis lässt sich exemplarisch aufzeigen, welchen Einfluss die Digitalisierung auf den Schulungsinhalt von Lehrgängen hat: 

Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis

Das Berufsfeld der Marketingfachleute wird besonders stark geprägt von der Digitalisierung. Unter dem Schlagwort «Digital-Marketing» werden relevante Disziplinen wie E-Commerce, Suchmaschinen-Marketing, Keyword-Advertising, Social Media Marketing, Online-Analytics-Tool, Affiliate-Marketing usw. zusammengefasst und gelehrt. Der Impact der neuen Technologien auf diese Berufsgruppe ist so bedeutend, dass sich junge Berufsbilder wie «Digital Marketing Manager:in» auf dem Arbeitsmarkt fest etabliert haben.  

Technischer Kaufmann mit eidg. Fachausweis

Im Rahmen des Handlungsfeldes «Unternehmungsführung» müssen Technische Kaufleute fähig sein, strategische Analysen für den eigenen Fachbereich zu erstellen. Sie müssen Chancen und Gefahren der Digitalisierung richtig einschätzen und in ihrer Planung mitberücksichtigen. Auch in den Handlungsfeldern Infrastruktur (ICT) und Volkswirtschaft wird das Thema Digitalisierung vertieft behandelt.  

Wir von eFachausweis bleiben mit unserem Weiterbildungsangebot am digitalen Puls der Zeit. Wir richten unser Angebot auf die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation aus. Und machen damit auch dich ready für deine berufliche Zukunft im Zeitalter der Digitalisierung.

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